Lumbalpunktion
Neurologische Erkrankungen zeigen sich teilweise nicht, wie man es sonst kennt, im Blut, sondern durch Veränderungen im sogenannten Nervenwasser, welches das Gehirn und Rückenmark umspült. Dazu zählen vor allem entzündliche Erkrankungen, welche durch Erreger wie Bakterien oder Viren verursacht werden, aber auch bei Erkrankungen, die durch eine «Störung» des Immunsystems ausgelöst werden (Autoimmunerkrankungen) wie zum Beispiel die Multiple Sklerose oder das Guillain-Barré-Syndrom.
Auch bei der Demenz können bestimmte Proteine (Demenzmarker) im Nervenwasser bestimmt werden. Die Lumbalpunktion erfolgt am Rücken (unterhalb des Rückenmarks), im Sitzen oder Liegen, und dauert normalerweise 10 bis 15 Minuten. Nach einer Hautdesinfektion werden mit einer dünnen Kanüle, in der Mittellinie zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbelkörper, wenige Milliliter Nervenwasser entnommen. Der Patient hat dabei meistens keine Schmerzen. Manchmal kann ein kurzes, unangenehmes Gefühl auftreten, falls die Nadel auf den Knochen trifft oder eine Nervenwurzel berührt wird (eine Verletzung einer Nervenwurzel ist nicht möglich).
